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Kleine Entstehungsgeschichte - oder wie „Eisenbarth print" das Laufen lernte

 

 

Im November 2005 reifte in der Klasse M7 (Alter: 12/13 Jahre) im Rahmen des AWT-Unterrichts (Lernziel 7.3) die Idee, eine eigene Schülerfirma zu gründen, um Produkte von Schülern für Schüler auf den Markt zu bringen. Von der Idee zur Umsetzung war ein schwieriger, aber interessanter Weg.

 

Gleichzeitig beteiligte sich ein Team der Klasse M7 an dem Spiel  „Ideen machen Schule, Das Gründungsspiel" des Hans Lindner Instituts in Arnstorf.

 

Ziel der Schülerfirma war und ist es, die Regeln des Marktes besser zu durchschauen. Eigene unternehmerische Überlegungen sollen mit den Möglichkeiten und Risiken des Marktes umgesetzt werden.

 

 

„Eisenbarth print" war geboren - und so lernte die Schülerfirma das Laufen!

(Der Ablauf wurde für interessierte Schulen ins Netz gestellt)

 

1. Der Schulleiter gibt „grünes Licht"

Schulleiter Rudolf Teplitzky unterstützte die Idee der Schüler nach Kräften.

 

2. Die Geschäftführung wird gewählt

Ein Schülerteam übernimmt mit beratender Unterstützung durch eine Lehrkraft die weiteren Aktivitäten.

Der Geschäftleitung gehören an (von links nach rechts): Markus Ries, Patrick Rausch, Michael Meier, Daniel Pfannenstein, Maximilian Wagner, Tanja Götz

 

3. Überprüfen der Marktchancen

Erste Muster werden angefertigt und getestet, ob Interesse am Produkt besteht. Ergebnis positiv!

 

4. Beratende Unterstützung durch das Landratsamt Schwandorf

Herr Meier vom Landratsamt Schwandorf kommt zu einem Firmengründungsgespräch in die Klasse.

 

5. Information über Gewerbeanmeldung bei der Stadt Oberviechtach

Frau Zinkl von der Stadtverwaltung Oberviechtach gab Auskunft und informierte die Schüler zum Thema „Gewerbeanmeldung".

Im Januar wurde eine Gewerbeanmeldung bei der Stadt Oberviechtach vorgenommen. Da die Schüler nicht volljährig sind, erfolgte die Gewerbeanmeldung auf den Namen der betreuenden Lehrkraft. Gewinne werden aber nur für schulische Zwecke verwendet! Eine andere Verwendung ist ausdrücklich ausgeschlossen!

Da die Schülerfirma als Projektarbeit im Rahmen des Unterrichts betrieben wird (schriftliche Vereinbarung mit der Schulleitung) wurde das Gewerbe bei der Stadt wieder abgemeldet. Da die Firma als schulisches Projekt läuft, ist die betreuende Lehrkraft bei Rechtsansprüchen abgesichert.

 

 

 

6. Logo, Briefköpfe und Rechnungsvordrucke entstehen im KtB-Unterricht

Frau Niederalt und Herr Krämer entwerfen im KtB-Unterricht mit den Schülern Briefköpfe und Rechnungsvordrucke für die Schülerfirma "Eisenbarth print".

 

7. Klärung der steuerlichen Angelegenheiten (Teil 1)

Mit Unterstützung der Steuerberaterin Diana Uschold  wurde die Hürde genommen.

Frau Uschold, Steuerberaterin mit Büro in Oberviechtach, gab wertvolle Tipps.

Bei einem Besuch an der Doktor-Eisenbarth-Schule stand die Fachfrau den Schülern Rede und Antwort.

 

8. Rechtliche Beratung bei den AGBs

Rechtsanwalt Flierl aus Oberviechtach war der richtige Partner und unterstützte die Jungunternehmer der Doktor-Eisenbarth-Schule tatkräftig.

Rechtsanwalt Alexander Flierl aus Oberviechtach sah sich die AGBs der Jungunternehmer genauer an. Seine juristischen Verbesserungsvorschläge wurden sofort umgesetzt.

 

9. Kontoeröffnung und Aufnahme eines Firmenkredites

Herr Hauer und Herr Zwack von der Sparkasse Oberviechtach standen beratend zur Seite und gaben für die Jungunternehmer wertvolle Tipps.

Nachdem der Bank ein Rahmenkonzept der beabsichtigten Firmengründung vorgelegt worden war, kam ein günstiger Kredit zur Auszahlung.

 

10. Ausschreibung von Arbeitsstellen bei „Eisenbarth print"

„Einkauf, Verkauf, Werbung, Design, Kassenführung, Kassenprüfung, Kundenbetreuung, EDV, Produktentwicklung" - jede/r Schüler/in der Klasse M7 konnte sich freiwillig unter Angabe der persönlichen Fähigkeiten und Neigungen um einen Arbeitsplatz beim Schülerteam bewerben.

 

Die Weisungen der Geschäftsführung sind bei Einstellung für die Mitarbeiter bindend. Kündigung ist möglich.

 

11. Einstellung von Fachkräften

Die Geschäftleitung besetzte die einzelnen ausgeschriebenen Positionen.

 

12. Erste Produkte erscheinen auf dem Markt  - das Weihnachtsgeschäft 2005 wird genutzt

Beispiele für Deckblätter der ersten Ausgaben linierter und karierter Blöcke im Schuljahr 2005/2006

 

13. Der 2. Shop für Kleidung und Geschenke ist im Januar 2006 startklar. Die Produktpalette wird ständig erweitert.

 

14. Im GtB-Unterricht entsteht eine erste mobile Werbefläche.

Eine Gruppe baut im GtB-Unterricht eine erste mobile Werbefläche für die Schülerfirma "Eisenbarth print".

 

15. Steuerberaterin Diana Uschold besucht die Klasse M7

Zur Klärung steuerrelevanter Fragen kam die Steuerberaterin Diana Uschold aus Oberviechtach eigens an die Doktor-Eisenbarth-Schule. In altersgemäßer Form und anhand von anschaulichen Beispielen aus dem Alltag beantwortete sie die Fragen der Kids zu der nicht ganz einfachen Thematik und sagte ihre weitere Unterstützung zu.

 

 

16. An der Entwicklung weiterer Produkte wird gearbeitet

Schülerwettbewerb an der Doktor-Eisenbarth-Schule: „Schul-LOGO" - T-Shirt für die Doktor Eisenbarth-Schule mit eigenem Schul-LOGO soll auf den Markt kommen.

 

 

17. Für den Schülerwettbewerb „Ideen machen Schule, Das Gründungsspiel" des Hans Lindner Instituts waren noch weitere Aktivitäten nötig. Zur Erstellung der Marktanalyse und des Finanzplans wurden neben vorher genannten noch folgende Firmen/Institutionen aufgesucht bzw. telefonisch um Auskunft gebeten.

 

a) Statistische Erhebungen über Schülerzahlen in Deutschland (Auskunft: Statistische Ämter des Bundes und der Länder)

 

b) Informationen über Wettbewerber auf dem Markt

 

c) Produktabgleich und Unterschiede

 

d) Erarbeitung der Vertriebswege

 

e) Geschäftssystem und Organisation

 

f) Erstellung eines Finanzplans - folgende Stellen waren behilflich.

Versicherungskaufmann Alois Früchtl aus Oberviechtach nahm sich sehr viel Zeit und erläuterte den Besuchern von der Geschäftsleitung verschiedene Versicherungen, die bei einer Firmengründung wichtig sind. Er stellte auch Angebote aus.
  • Betriebshaftpflicht
  • KFZ-Versicherung
  • Brand, Einbruch
  • Produkthaftung, ...

 

g) Der neue Tag Weiden, Anzeigenabteilung (Frau Biebl), Angebot für Zeitungsinserate

 

h)
Herr Hubert Hechtl, Verkaufsberater beim Autohaus Sollfrank in Oberviechtach unterbreitete ein Leasingangebot für ein Firmenfahrzeug.

 

i) Computer Zimmerer, Hannesried, Angebot Telefone, Fax, Computer, Drucker, Laptop

 

j) Mehrfach telefonische Anfragen bei Frau Uschold, Steuerberaterin in Oberviechtach, wegen Auskunft bei Löhnen, Kosten für Krankenkasse und Sozialabgaben.

 

k) Mehrfach Besuch bei Herrn Deyerl von der Druckerei Forstner wegen technischer Umsetzung der Schülerideen und Angebotsabgabe für die Durchführung.

 

l) Beratung mit Rechtsanwalt Flierl wegen Ausweitung der AGBs für Auslandsgeschäfte (Internetshop).

 

m)

Teilnahme von vier Schülern der Klasse M7 an einem Finanzplanungsseminar der Sparkasse Schwandorf im Landratsamt Schwandorf (15.2.2006).

Existenzgründerwettbewerb „Ideen machen Schule", Regionalentscheid der Landkreise Schwandorf und Cham (Sieger Juniorklasse)  
Existenzgründerwettbewerb „Ideen machen Schule", Finalentscheid im Schloss Mariakirchen bei Arnstorf (Niederbayern), Sieger Juniorklasse  

 

www.doktor-eisenbarth-schule.de